Die Südspange kostet Geld, das an anderer Stelle fehlt

Die Stadt Göttingen steht vor der Zahlungsunfähigkeit. Das Haushaltsdefizit liegt bereits jetzt bei 30 Millionen Euro und wird noch weiter steigen. Angesichts der öffentlichen Haushaltslage auf allen Ebenen ist die Finanzierbarkeit der Straße völlig offen. Dies gilt umso mehr, als die Stadt zudem erwägt, auch noch die Kosten für die Gemeinde Rosdorf zu übernehmen. Die Planungskosten sind nur ein Bruchteil der insgesamt vorgesehenen und zu erwartenden Kosten. Zunächst soll über drei Jahre eine halbe Mio. Euro für die Planung ausgegeben werden. Der Bau selber würde mindestens 8 Mio. Euro verschlingen. Auch langfristig würde die Unterhaltung der Straße jedes Jahr mit ca. 35.000 Euro zu Buche schlagen. Es bedarf keiner großen Rechenkünste, um festzuhalten: Geld kann immer nur einmal ausgegeben werden. Jeder Euro für dieses Unsinnsprojekt wird für den Ausbau und die Verbesserung umwelt- und menschenfreundlicher Verkehrsalternativen fehlen. Die Ausgaben gehen ebenso zu Lasten von unbestritten notwendigen Leistungen in den Bereichen Soziales, Bildung und Kultur, z.B. der Finanzierung von Beratung, Betreuung und Bildung für Menschen in Problemlagen und für Kinder und Jugendliche sowie der Förderung von Theater, Musik und Kino.

Nein zur Südspange! Keine Planung, kein Bau!