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Nein zur Südspange - keine Planung, kein Bau!

Vom 25. Mai bis zum 14. Juni 2010 sollen die Göttinger Bürgerinnen und Bürger zum geplanten Bau der sogenannten Südspange befragt werden, die an der südlichen Stadtgrenze von der Reinhäuser Landstraße bis zum Rosdorfer Ziegeleikreisel führen und dort an die Straße zum Kaufpark anschließen soll. Wir halten dieses Straßenbauprojekt für haushaltspolitisch untragbar, verkehrspolitisch sinnlos, für bürger/innenunfreundlich und naturzerstörerisch. Wir rufen dazu auf: Stimmen Sie mit

Nein zur Südspange!

Die Südspange kostet Geld, das an anderer Stelle fehlen wird.

Die Stadt Göttingen steht vor der Zahlungsunfähigkeit. Das Haushaltsdefizit liegt bereits jetzt bei 30 Millionen Euro und wird noch weiter steigen. Zur Finanzierung der 10 Millionen Euro teuren Straße müssten die Ausgaben für Soziales und Bildung, Kultur und Umwelt weiter gekürzt werden.

Die Südspange ist verkehrspolitisch sinnlos.

Mit der Südspange wird der innerstädtische Verkehr nicht reduziert, sondern lediglich umverteilt. Entlastungen von Teilabschnitten der Reinhäuser Landstraße oder des außerstädtischen Teils des Rosdorfer Wegs stehen zum Beispiel Mehrbelastungen an der Kiesseestraße (täglich 3.000 PKW mehr!), im innerstädtischen Teil des Rosdorfer Wegs und in der Wiesenstraße gegenüber. Die von einigen Befürwortern als Köder ausgelegte Sperrung des Sandwegs für den motorisierten Individualverkehr wird es nicht geben, weil an dieser Straße viel genutzte Sportstätten und Freizeiteinrichtungen sowie das Naherholungsgebiet Kiessee mit Restaurant und diversen Vereinsheimen liegen. Eine Verkehrsbefragung der Stadt hat darüberhinaus gezeigt: der weitaus größte Teil des Verkehrs aus dem Süden und Südosten geht in die Innenstadt oder nach Norden, eine Ost-West-Verbindung bringt also gar nichts. Die Südspange bedient vorrangig die Interessen auswärtiger Besucher/innen, die die Einkaufszentren an der A 7 zügiger erreichen wollen.

Die Südspange bringt zusätzliche klima- und gesundheitsschädliche Emissionen.

Angesichts des Klimawandels sollte eine Verringerung des Verkehrs oberste Priorität haben. Die Südspange wird hingegen neuen Verkehr anziehen. Der Bau dieser überflüssigen Straße ist ein klimapolitisch katastrophales Signal.

Die Südspange zerstört ein wichtiges Naherholungsgebiet.

Am südlichen Stadtrand eröffnet sich bislang mit dem freien Zugang in die Feldmark ein beliebtes und von Verkehrswegen unzerschnittenes Naherholungsgebiet der Göttinger Bürgerinnen und Bürger, das sich vom Kiessee bis weit hinter den Rosdorfer Baggersee erstreckt. Die geplante Straße würde quer durch dieses Gebiet und vorbei am Südufer des Kiessees verlaufen.

Die Südspange zerstört Natur

Sie führt zu erheblichen Beeinträchtigungen des letzten naturnahen Abschnitts der Leineaue im Göttinger Stadtgebiet. Hier kommen noch seltene Tierarten vor, die sich auf der Roten Liste gefährdeter Arten befinden. Ihr Lebensraum würde in höchstem Maße in Mitleidenschaft gezogen. Die Bewahrung der Schöpfung, zu der sich auch die Stadt Göttingen verpflichtet hat, darf nicht dem Straßenbau geopfert werden.

Nein zur Südspange!


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Dieser Erklärung haben sich bis zum 14.6.2010 angeschlossen:

Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC), Kreisverband Göttingen
attac Göttingen
BI Göttinger Süden
Biologische Schutzgemeinschaft Göttingen e.V. (BSG)
Boyer - Naturkost im Ostviertel
Buchladen Rote Straße
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Kreisgruppe Göttingen
Bündnis 90 / Die Grünen, Kreisvorstand
Bündnis 90 / Die Grünen, Ortsgruppe Groß Lengden
Bündnis 90 / Die Grünen, Stadtratsfraktion
Bündnis Bahn für Alle, Gruppe Göttingen
Cichon - Wein und Delikatessen
Cremetopf - Naturkosmetik und Geschenke
Drachenladen
Naturkost Elkershausen GmbH
Frauen-Notruf Göttingen
Grüne Jugend Göttingen
Institut für angewandte Kulturforschung (IfaK) e.V.
Janun e.V. Göttingen - Jugendumweltnetzwerk
Kommunikations- & Aktionszentrum (KAZ) e.V.
Kite- und Drachensportler Göttingen
Kore e.V. - Frauenbildung · Sozialberatung · Mädchenarbeit
Die Linke, Kreistagsfraktion
Die Linke, Kreisverband
Die Linke, Ortsverband
Die Linke, Stadtratsfraktion
Linksjugend ['solid] Northeim-Göttingen
Möbelino
Musa e.V.
Naturalia Naturkost
Naturfreunde Göttingen
nota bene - Musikalienhandlung
Ökologische Plattform bei der Linken
Paritätischer Wohlfahrtsverband in Göttingen
Radelaktiv - Fahrradladen und Fahrradwerkstatt
Salamanca
Stadt und Planung Göttingen e.V.
ultraRad - Fahrradladen (Reinhäuser Landstraße)
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Göttingen / Northeim e.V.
WählerInnengemeinschaft Göttinger Linke
Woggon - Mode und Schuhe
zeitzeug
Zukunfts-Werkstatt e.V.

und einige hundert Einzelpersonen, darunter:

Jürgen Albohn
Dr. Katharina Backes
Cornelia Brand
Christoph Dreßler
Dr. Dirk Gansert (Privatdozent)
Margit Göbel
Michael Hörner
Ulrich Holefleisch (Bürgermeister)
Michaela Huber (ISSD e.V. / ESTD, EMDRIA, Psychotherapie, Supervision, Ausbildung in Traumabehandlung)
Patrick Humke-Focks (MdL, Reinhäuser Landstraße)
Renate Kaufmann (Initiative 100 Jahre Wiesenstraße)
Rolf Kaufmann (Initiative 100 Jahre Wiesenstraße)
Heinz-Dieter Knigge (Pastor i.R., stellvertretender Ortsbürgermeister Geismar)
Sandra Kotlenga
Christiane Krebs
Jens Liebich
Dr. Martin Linnert (Inhaber der Firma Baum & Borke e.K.)
Sabine Lösing (MdEP)
Christa Loose (Fotografin, Initiative 100 Jahre Wiesenstraße)
Gerlinde Ortegel
Paulus Paulerberg
Horst Reinert (Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Weende)
Luise Reinhardt
Peter Sbrzesny
Ute Seidler (Dipl.-Päd.)
Jürgen Trittin (MdB, Vorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen)
Helmhard Ungerer (Pastor i.R., Mitglied im Ortsrat Geismar GöLinke)
Anja-Carola Vaupel (Stellvertretende Landrätin)
Stefan Wenzel (MdL, Vorsitzender der Landtagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen in Niedersachsen)

Der aktuelle Zwischenstand wurde am Samstag, dem 29.5.2010, als Anzeige im GT veröffentlicht. Wir bedanken uns bei allen, die dies durch ihre Unterstützung ermöglicht haben. Die vielen Spenden, die vor allem von Einzelpersonen bei uns eingegangen sind, zeigen, wie stark unser Anliegen in der Göttinger Bevölkerung verankert ist.


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